Eintagsfliegenakrobatik
Grit Ruhland


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transducer, 2009



Audioperformance ca. 60 min

Ausschnitt:



transducer fands als Audioperformance im Quintett im/mit/durch den gebauten Stadtraum um das Projektzentrum Motorenhalle Dresden statt. Es wurden urbane Oberflächen in Geräusche überführt (transduce) und auf fünf Kanälen in die bestehende Klanglandschaft zurück gespielt. Veranstalter der Aktionsreihe MAK nite - war das Museum für Angewandte Kunst in Wien im Rahmen einer Ost-Tour, die sich "Loving the Alien *" nannte, gastierten sie in: Budapest – Dresden – Lodz – Warszawa – Wien – Wroclaw.


www.mak.at
www.motorenhalle.de

Akteure: Marco Miersch, Uljana Rogashina, Grit Ruhland, Peter Venus, Norbert Vallinas

Instrumente: 5 Elektronik verstärkte Tonabnehmer (Fundholz, Carbonsticks, Kontaktmikrophon, Lautsprecher, Batterien, Elektronik)



Die späten Jahre Dresden und
die 80er Jahre in Wuppertal, 2009


Museum Baden, Solingen



11 Audiointerviews, in denen verschiedene Personen zum Lebensgefühl der "Vorwendezeit" befragt wurden, waren über das Audioguide-System des Museums abrufbar. Die Dresdner Interviewserie entstand 2006 in Zusammenarbeit mit Jutta Büschkes. Das bestehende Material wurde 2009 mit der Wuppertaler Perspektive ergänzt. Begleitet wurden die Erzählungen von ebenfalls 11 Fotografien, die verteilt im Museum aufgehangen waren und selbst ausgesuchte Gegenstände der interviewten Personen darstellen.

Deputy failure, 2009

Museum Baden, Solingen



Vimeo-Video

Eine Videoinstallation, welche das Dokumentationsmaterial einer 2006 in Estland stattgefundenen Performance "verarbeitet". Motiv sind ein Dutzend Personen, die intensiv versuchen ohne Wind einen Drachen steigen zu lassen.



Installation "Aue" und Serie von Zeichnungen und Texten, 2009

Galerie der Stadt Remscheid



Installation "Aue" bestehend aus 98 Din A4-Drucken (Digitaldruck) die von einer Bleistiftzeichnung DinA5 abgenommen wurden.

Alle Aufzeichnungen sind Erzählungen über Prozesse und sie berichten indirekt über Zustände, Eigenschaften und Ereignisse. Der Hochstand erzählt von Männern, die in der Dämmerung auf Rehe schießen, das Feld von der Maschine, die es bestellt hat, die Kronkorken von der Party, das Ei vom Vogel und dessen Gestalt wiederum von seinem Gesang. Wirklichkeit und Möglichkeit verschwimmen. Alles bedeutet etwas. Was bedeutet das alles?

21 x 14,8 cm, Bleistift bzw. Schreibmaschine auf Papier, 2007-2009




Apex (First), Heathland (Heide), Floodplain (Aue), 2009



In mehreren Tagebüchern, die ich als konzeptuelle künstlerische Arbeit betrachte, ist mir ein Aspekt aufgefallen: Die Beschreibung von Orten (und Menschen an deren Orten). In jeglicher meiner interdisziplinären künstlerischen Arbeit ist der Begriff, sagen wir, das Phänomen „Ort“ von zentraler Bedeutung, die Grundlage, das verbindende Thema meiner Arbeiten. „Ort“ bietet verschiedenste Möglichkeiten der Auseinandersetzung. Poetisch-textuell, visuell-formal, akustisch-architektonisch aber auch gesellschaftlich-konzeptionell und philosophisch-begrifflich.

Protagonistinnen in diesen erzählerischen Gedächtniszeichnungen sind verschiedene Wesen in "Natur" und realen, sowie erfundenen Landschaften. Ich zeichne ausschließlich aus dem Gedächtnis. Ein fragiler Prozess, der eine relative Möglichkeit zur Kontemplation erfordert. Was mir in Erinnerung blieb ist die Auswahl. Träume und Märchen können ebenfalls als erfinderische Basis einer Zeichnung dienen.

Da die Texte ursprünglich in Deutsch verfasst sind, die Ausstellung aber für amerikanische Besucher konzipiert sein sollte, habe ich den Prozeß des Übermittelns von einer Sprache zur nächsten sichtbar und nachvollziehbar gelassen. Die Übersetzungen sind auch nicht die Texte selbst.

Texte (Schreibmaschine, Transparentpapier, Buntstift) und Zeichnungen (Bleistift auf Papier)
Größe: 14,8 x 21 cm